Ausrüstung

Notfallausrüstung

Die Einsatzkräfte der Wasserwacht Waldsassen führen Ausrüstung zur notfallmedizinsichen Erstversorgung mit sich. Diese Ausrüstung wird in einem Notfallrucksack transportiert. Die Ausrüstung kann mit Spezialgeräten wie einem Spineboard oder einem AED (Automatisierter Externer Defibrillator) ergänzt werden. Mit den Gerätschaften eines Notfallrucksacks können Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder des Notarztes ausreichend erstversorgt werden.
Wesentliche Bestandteile dieser Ausrüstung sind:
  • Material zum Freimachen/Freihalten der Atemwege
  • Beatmungsbeutel mit Beatmungsmasken
  • Medizinischer Sauerstoff
  • Diagnostik-Geräte (zum Beispiel Blutdruckmessgerät)
  • Verbandmaterial
  • Schienungsmaterial
  • Dokumentationsmaterial
 

Wurfretter

Der Wurfretter / Wurfsack beinhaltet ein schwimmfähiges Seil, welches je nach Bauart und Hersteller zwischen 10 und 25 m Lang ist. Dieses Verwenden unsere Wasserretter um Sich selbst oder Kameraden zu sichern oder zur Rettung von Personen. Die Zugfestigkeit des Seils hängt von der Bauart ab und liegt zwischen 5 und 13 kN. Unsere Einsatzkräfte führen den Wurfretter entweder an der Sicherheitsweste oder, wie im Bild dargestellt, an einem separaten Gürtel mit.
 

Sicherheitsweste (Schwimmweste)

Sie Dient sowohl als Auftriebsmittel um den Schwimmer über Wasser zu halten, als auch als Prallschutz um Mechanische Einflüsse abzuwehren. Diese Weste bietet einen Auftrieb von mindestens 50 N. Sie verfügt über Staufächer und Gurte um die Einsatzkraft im Wasser zu sichern. Für eine Absturzsicherung ist sie Bauartbedingt nicht ausgelegt.
 

Kälteschutzanzug (Neoprenanzug)

Er soll ein Auskühlen der Einsatzkraft verhindern. Zudem bietet der Anzug einen gewissen Mechanischen Schutz für seinen Träger. Neoprenanzüge müssen eine Bauartzulassung entsprechen der DIN EN 14225-1 und 2 haben, damit sie im Rettungsdienst eingesetzt werden dürfen. In Deutschland haben sich organisationsübergreifend die Farben Rot und Blau durchgesetzt.
 

Helm

Für den Bereich der Fließwasserrettung kommen nur Helme für den Wildwassersport nach DIN EN 1385 oder Bergsteigerhelme nach DIN 12492 in Frage. Ansonsten sollen Helme eine Signalfarbe haben, um im Wasser gut erkennbar zu sein. Einsatzkräfte der Wasserwacht tragen rote, Führungskräfte ggf. gelbe Helme.
 

Schuhe / Handschuhe

Die Schuhe müssen im Wasser Griffig und Stabil sein. Hierfür geeignet sind z.B. Adidas Hydro Pro, Völkl Aqua Save oder Canyoneer SAR. Handschuhe werden je nach Jahreszeit, Wassertemperatur und Gefährdung getragen. Zum einen sollen sie die Hände vor Kälte, zum anderen vor Mechanischen Gefahren, wie zum Beispiel Seilreibung schützen. Bei Patientenkontakt werden Einmalhandschuhe getragen.
 

ABC – Ausrüstung

Damit gemeint sind Taucherbrille, Schnorchel und Flossen. Diese Ausrüstung wird unter anderem für Vermisstensuchen im flachen Wasser benötigt. Aus Sicherheitsgründen muss die Taucherbrille der DIN 7897, der Schnorchel der DIN 7878 entsprechen. Bei den Flossen sind sogenannte Geräteflossen zu bevorzugen, da hier Neoprenfüßlinge den Kälteschutz gewährleisten.
 

CombiCarrier

Damit können die Vorteile einer herkömmlichen Schaufeltrage mit den Vorzügen und Neuerungen eines Spineboard optimal genutzt werden. Er ist schwimmfähig, voll röntgenfähig und hat keine scharfen Ecken und Kanten. In der Wasserrettung wird er zum Beispiel für die achsengerechte Rettung von Personen ins Boot, aus schwierigem Gelände oder für die sogenannte Crashrettung verwendet.
 

Gurtretter

Auf dem Weg zum Verunfallten wird der Gurtretter vom Retter hinterher gezogen. Wenn die Einsatzkraft bei dem Verunfallten angekommen ist, kann er diesem den Gurtretter reichen, um eine Umklammerung zu vermeiden. Der Verunfallte kann sich am Gurtretter festhalten und vom Retter an Land gezogen werden. Sollte der Verunfallte bewusstlos sein oder nicht mehr genug Kraft haben um sich am Gurtretter festzuhalten, kann der Retter den Gurtretter um die Brust des Verunfallten binden und ihn so sicher an Land schleppen.
 

Rettungsboje

Die Rettungsboje eignet sich gut für Einsätze unter schwierigen Bedingungen, zum Beispiel bei langen Schwimmstrecken oder starker Strömung. Die Rettungsboje besteht aus einem Brust-Schulter-Gurt, der über eine Leine mit der eigentlichen Boje, einem Auftriebskörper aus Kunststoff mit Haltegriffen, verbunden ist. Die Auftriebswirkung gibt dem Retter bei den oben genannten schwierigen Bedingungen zusätzliche Sicherheit.
 

Rettungsbrett

Das Rettungsbrett ist ein Rettungsmittel, das häufig an Binnengewässern eingesetzt wird. Je nach Distanz können geübte Rettungsschwimmer mit dem Rettungsbrett schneller zum Patienten kommen als mit einem Boot. Das Rettungsbrett ist so bemessen, so dass zwei Personen darauf hintereinander liegen oder knien können. Auf der Unterseite befindet sich im hinteren Bereich eine kleine Finne aus Kunststoff, die das Brett in Fahrt stabilisiert. Es ist sowohl für Bewusstlose, als auch für Patienten die bei Bewusstsein sind, brauchbar. Der Retter bewegt sich liegend oder kniend ausschließlich mit Armzügen zum Patienten.
 

Eisretter

Dieses Rettungsmittel ist speziell konzipiert um zu Personen vorzudringen, die ins Eis eingebrochen sind. Es bietet dabei dem Retter den bestmöglichen Schutz. Der Eisretter verfügt über eine Schürze zum Schutz des Patienten beim Ziehen über die Eiskante. Die Befüllung erfolgt durch eine Pressluftflasche oder mit einer Doppelhubpumpe. Eingearbeitete Verstärkungsstreifen und Profile schützen die Luftkammern beim Gleiten über das Eis und ermöglichen auch leichte Fortbewegung auf Schnee.